| |
Hilfreiches Wissen zur
WTS-Selbstverteidigung:
|
Selbstverteidigung:
Mit einer funktionalen
und effektiven Technik schnellstmöglich die Gefahr
beenden, bzw. den Angreifer außer Gefecht setzen.
Um so länger ein Kampf dauert, so höher
ist die Wahrscheinlichkeit das wir verletzt werden.
Kampfsport:
Sich mit anderen
im Wettkampf messen (z. B. in Ausdauer, Schlagkraft
und Technik). Unterschied zur Selbstverteidigung:
Es müssen Techniken ausgeschlossen werden, da
sie den Partner verletzen würden (Schlag in den
Unterleib).
Es wird lange
gekämpft (z. B. 5 Runden a 2 min..., durchschnittliche
Straßenkampfdauer = 40 - 60 Sek.). Es werden
Strategien angewendet, die in einem Kampf auf der
Straße sehr gefährlich sein können
(z. B. in den Bodenkampf gehen wollen. Auf Teer oder
Beton besteht eigene hohe Verletzungsgefahr und es
könnten sich noch andere einmischen, wenn wir
am Boden liegen).
Kampfkunst:
Sich selbst mit
Hilfe der Technik kreativ und frei ausdrücken.
Im Wing Tchun sollte der praktische Nutzen im Vordergrund
stehen.
|
 |
Kampfsystem:
Aufeinander
aufbauende angepasste Vorgehensweise bzw. Handlungsweise
um den Kampf zu gewinnen (Strategie).
Kampfmethode: Variierende Handlungsweise
um einen Angriff abzuwehren.
|
 |
Was WTS-Selbstverteidigung
alles bietet:
- Selbstverteidigung
- Selbstbewußtsein
- Selbstbehauptung
- Gesundheit
- Spaß
- Sicherheit
- Kampfkunst
- Soziale Kontakte
- Freizeit
- Nebenjob
- Selbständigkeit
- Lebenseinstellung
...
|
 |
- Vorphase
(Blick, Stimme und körperlich) und
Nachphase
- 5 Möglichkeiten
eines klassischen Zweikampfes:
- Beine
- Arme
- Knie/Ellbogen
- Werfen/Gegenwerfen
- Bodenkampf
|
 |
3
Abstände eines klassischen Zweikampfes:
-
Lange (Beine)
- Mittlere (Arme)
- Kurze (Knie/Ellbogen, Werfen/Gegenwerfen)
|
 |
Das klassische
Wing Tchun Unterrichtssystem:
Form
Chi-Sao
Anwendungen
|
 |
Kampfzentrallinie:
Kürzeste imaginäre Verbindung (Linie) von
Brustmitte aus, zur Brustmitte des Gegners!
|
 |
Einfache
Selbstverteidigung/Generallösung: Zwei
aktive Bewegungen/Vorgehen mit Händen (z. B.
Fauststoß) und Fuß (z. B. Tritt)!
|
 |
Wu-Wei
Grundsatz: Agieren ohne vorheriges Planen, entsprechend
des Angreifers (z. B. denke nicht darüber nach,
wie der Gegner dich angreift)!
|
 |
3 Unterscheidungen:
Angriffs- Verteidigungs- und Notlösungskonzept!
|
 |
Das Druck-
und Zugprinzip!
|
 |
Brückenkonzept:
Dem Gegner keine weitere Chance lassen nochmals anzugreifen!
|
 |
|
|
 |
4 Grundsätze
des Wing Tchun:
-
Ist der
Weg offen, stoß zu! (Die kürzeste Verbindung
zwischen zwei Punkten ist eine Gerade)
-
Ist der
Weg nicht offen, bleibe kleben!
-
Ist die
Widerstand zu groß, gib nach!
-
Geht der
Gegner zurück, bleibe dran!
|
 |
|
Theorie zur Kraft allgemein:
Kraft wird unterschieden zwischen
statische (z. B. Standkraft) und dynamische (z. B. Schlagkraft).
3 Formen der Kraft:
1. Maximalkraft (Gewichtheben)
2. Schnellkraft (Fauststoß und Tritt)
3. Kraftausdauer (Ringen)
Für die Selbstverteidigung
ist hauptsächlich die Schnellkraft und die Standkraft
von Bedeutung. Die Schnellkraft zeigt bei einem Fauststoß
oder Tritt ihre Wirkung und die Standkraft ist wesentlich
beim Gleichgewicht.
Masse (Körper) mal Beschleunigung
= Kraft (Schlagkraft)
Das Fundament der Kraft liegt
in den Muskeln der Hüft- und Gesäßregionen.
Von hier aus strahlt es nach außen.
|
 |
Wing Tchun
Mottos Strategie:
|
 |
Wing Tchun
Sparringsmöglichkeiten:
|
 |
Notwehr:
Wer eine Tat begeht,
die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
Notwehr ist die
Verteidigung, die erforderlich ist, um einen
gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff
von sich oder einem anderen (Nothilfe) abzuwenden.
Ein Angriff,
dh eine unmittelbare bevorstehende oder noch nicht
abgeschlossene Verletzung eines Rechtsgutes.
Rechtsgüter
sind zB Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Leibesfrucht,
Recht am eigenen Bild, Recht auf Intimsphäre,
Fortbewegungsfreiheit, Hausrecht und Eigentum oder
Besitz.
Erforderlich
zur Abwendung des Angriffes muß die Verteidigung
sein.
Gegenwärtig
muß der Angriff nach der zZ der Tat gegebenen
Verhältnissen sein, dh es entscheidet nicht erst
die Vornahme der Verletzungshandlung, sondern bereits
der Zeitpunkt der durch den bevorstehenden Angriff
geschaffenen bedrohlichen Lage.
Rechtswidrig
sein muß der Angriff, dh der Angreifer darf
zu seinem Handeln nicht befugt sein.
|
 |
4
Reflexanpassungen:
|
 |
Abwehr von Stichwaffen
(Messer):
Gefährlichkeit Messer!
(Ein Stich bsp. ins Herz ist sofort tötlich)
Habe ich Informationen vorweg oder Überraschungsangriff.
Flucht oder Angriff.
Unterscheidung:
- Bedrohung
- Schlägerangriff
- Amok (Tötungsrausch)
|
 |
Terminologie:
(Einige gängige Begriffe im Wing Tchun)
-
Siu-Nim-Tao
Kleine Idee Form
-
Man-Sao
Kontakt Suchende Arm
-
Wu-Sao
Schützender Arm
-
Pak-Sao
Handfläche zeigt zur Seite Abwehr
-
Tan-Sao
Handfläche zeigt nach oben Abwehr
-
Bong-Gerk
(Innenfußabwehr)
-
Yap-Gerk
(Außenfußabwehr)
-
Jam-Sao
Sinkender Arm
-
Bong-Sao
Schwingen Arm
-
Kao-Sao
Zirkel Arm
-
Fok-Sao
Brücken Arm
-
Jat-Sao
Schock Arm
-
Huen-Sao
Zirkel Hand
-
Lao-Sao
Schöpfender Arm
-
Tie-Sao
Hebende Arme
-
Chi-Sao
Klebende Hände
-
Biu-Tze
Stoßende Finger
-
Chang-Sao
Spaten Hand
-
Muk-Yan-Chong
Holzpuppe
-
Bart-Cham-Dao
Acht Wege der Doppelmesser
-
IRAS
(Intemal-Rotated-Adduction-Stance) Sei-Ping-Ma
Kraftübungsstand
-
Gan-Sao
Schneidender Arm
-
Fak-Sao
Peitschenarm
-
Fauststoß
Kuen
-
Lap-Sao
Ziehende Hand
-
Poon-Sao
Rollende Arme
-
Lat-Sao
Sparring
-
Luk-Dim-Boon-Kwun
Langstockform
-
Sihing
Älterer Kung Fu Bruder
-
Sifu
Kung Fu Vater
-
Sigung
Kung Fu Grossvater
-
Sijo
Kung Fu Urgroßvater
-
Kwun
Stock
-
Chl-Kwun
Klebender Stock
-
Saam-Pai-Fut
Dreimaliges grüßen Buddhas (3.Satz SNT)
|
 |
Wing
Tchun Mottos Formen:
-
Kopf zum Himmel
drücken, gerader Blick und Füße
fest am Boden!
-
Gerade Hüfte
und gerader Rücken, Brustkorb zur Aufnahme
bereit, Bauch ist eingezogen (Stand)!
-
Ellbogen und
Schulter sind tief!
-
2ter Satz
SNT Faustoß: Die Kraft aus den (3) Gelenken!
-
3ter Satz
SNT Pak Sao: Auge folgt Hand!
-
7ter Satz
SNT Bong Sao: Hand wird nach unten gedrückt
Ellbogen geht hoch!
-
Die Kraft
aus den (7) Gelenken (Biu Tze)!
-
Die Kraft
geht durch die Finger durch (Biu Tze)!
|
 |
|
 |
Erste
Hilfe bei Verletzungen!
Beispiel: Der Schüler schreit auf, bedeckt eine
Körperpartie mit den Händen. Diese schwillt
an.
Grundsätzlich:
P E C H
Pause Eis Kompression (Druckverband) Hochlagern
Einige Verletzungsarten:
1. Prellung (häufigste Verletzung)
Die Prellung entsteht durch Stoß oder Schlag.
Es kommt zum
Blauen Fleck.
Erste Hilfe: P E C H
Zum anderen kann man mit Wob-Enzym die Heilung
beschleunigen.
2. Muskelkrampf (z. B. bei großen
Flüssigkeitsverlust)
Erste Hilfe: Dehnen der betroffenen Muskulatur und
elektrolytische, salzhaltige Getränke.
Vorbeugung: Gutes Aufwärmen, ausgewogene Ernährung
und
viel Trinken.
3. Muskelkater (durch starke Belastung
nicht trainierter Muskeln)
Behandlung: Dehnen der betroffenen Muskulatur
Auch Sauna kann hilfreich sein.
Vorbeugung: Sorgfältiges Aufwärmen
4. Verstauchung (Verletzung eines Gelenkes)
Leichte Verstauchung: Überdehnung des Bandapparates
Kennzeichen; Schwellung und Schmerz
Erste Hilfe: P E C H
Starke Verstauchung: Bandzerreißung
Kennzeichen: starke Schwellung und große Schmerzen
Erste Hilfe: P E C H und Arzt aufsuchen
5. Muskelzerrung (Muskelfaserriß)
durch Überbelastung
Kennzeichen: stechender Schmerz, evtl. Bluterguß,
bei Faserriß Delle im Muskel tastbar.
Erste Hilfe: P E C H
Nach akute Phase bei Zerrung: Dehnungen und
Wärmebehandlung
6. Nasenbluten
Erste Hilfe: feuchte und kalte Kompresse in Nacken und/oder
Stirn.
7. Platzwunde (an Kopf u. Gesicht)
Erste Hilfe: Wundränder mit aufgeleckten Fingern
5 - 7 min fest
zusammenpressen.
Größere Wunden - Notverband, Arzt
Die meisten Unfälle sind auf ungenügenden
Trainingszustand, mangelhafte Vorbereitung, auf ungenügende
Technik im Umgang mit dem Gerät (z. B. Escrima
Stock) und zu hohe Risikobereitschaft bzw. mangelndes
Sicherheitsbewußtsein zurückzuführen.
Die Anleitung durch den Ausbilder soll
dem entgegenwirken!
Der Ausbilder ist verantwortlich für die Sicherheit
und Gesundheit des Schülers.
|
|